Port01 (2009)
Hallo Jungs,
wer ist eigentlich Brian und wer ist Mike?
Ich bin Brian, werde aber nur Ferris gerufen.
Und ich bin Mike.
Brian Ferris, wie Ferris Bueller und Mad Mike, weil du öfters mal austeilst? ;-)
Mad heißt ja verrückt oder irre. Daher hat der Name seinen Ursprung. Von Montag bis Freitag ist Mad Mike im Sanatorium unter die Aufsicht professioneller Pfleger gestellt und wird am Wochenende unter zuhilfenahme diverser Alkoholika zum DJ umfunktioniert. Auf Deutsch: Der hat sie wirklich nicht alle und Ferris hat immer einen Reise-Elektroschocker dabei.
DJ-Duos gibt’s viele, was macht euch so besonders?
Die Outfits, das DJ-Set und die absolute Nichtachtung der Gefahr, sich für die Partypeople zur Feile zu machen. Wir nehmen uns nicht zu ernst, wie man sieht, denn die Hauptsache ist das es knallt und rummst als hätte man die Chaostage in den Irak verlegt.
Wir mischen die verschiedenen Stile so abrupt als würde Mann immer wieder nur zum bezahlen ins Bordell rennen. Das ist unser persönliches Rezept.
Euer Markzeichen die megagroße Elvistolle sieht man ja schon von weitem. Seid ihr damit schon auf die Welt gekommen, die gibt’s ja nicht beim Frisör um die Ecke!
Wir werden immer begeistert bestaunt wenn wir mit der Haarpracht auf dem Dancefloor landen und da wir auch nicht gerade die Kleinsten sind verstärkt sich der verblüffende Effekt.
Diese Duldungsstarre seitens des geneigen Partybesuchers ermöglicht uns ein unbeschadetes Durchdringen der Meute und wir gelangen ohne weitere Vaterschaftsklagen zum DJ-Pult.
Die echten Haare sind zu einer naturgetreuen Nachbildung von Klaus Kinski’s Gemächt aufgetürmt und darin wohnen unsere Chihuahuas die wir leider nicht im Hotelzimmer lassen dürfen. Einer davon hat es mal mit der Töle von Paris Hilton getrieben aber das ist eine andere Story....
Und jetzt raus mit der Sprache wie viel Groupies landen denn morgens noch mit im Hotelzimmer?
Manchmal haben wir das Gefühl, es wären 50 bis 60. Dann merken wir aber dass wir wieder mal im Hotel-Foyer oder über dem Frühstücksbuffet umgekippt sind. Normalerweise sind es immer so 1 bis 3. Wenn die uns dann ohne Montur sehen, beschließen sie aber alle plötzlich dass es besser ist, befreundet zu bleiben. .....Gott haben wir viele Freunde.
Ich hab gehört ihr habt eine Radio-Show auf Energy Sachsen?
Und nicht nur dort, sondern auch auf Radio Top 40 und Fantasy Dance FM. Aber auf Energy bekommen wir den dicksten Support seitens der Sendeleitung der wir an dieser Stelle arschkriecherischste Grüße übermitteln möchten. Danke für Alles, lieber Thomas!
Die einstündige Sendung läuft immer Freitags ab 21 Uhr auf NRJ und ist eine Art durchgestylete Comedy mit viel Musik, Abartigkeiten und Gast-Stars. Ein Freund sagte letztens: „Ich mag Eure Sendung echt und besonders die bissigen Texte, aber meinen 7-jährigen Sohn sperre ich immer weg wenn das läuft.“
Wir haben schon viele Hörerfans und hoffen das es noch mehr werden.
Definiere bitte „Disco f**ks House“!
Nein.
Wie kommts, dass ihr da so dicke mit John Travolta seid?
Das ist ganz lustig. Wir sind die einzigen Scientology Mitglieder, die freiwillig und unehrenhaft entlassen wurden. Der alte Johnny hat uns aber immer noch lieb und deshalb machen wir ab und zu was zusammen. .....den müssten wir auch mal wieder anrufen.
Bei dem „Schocker der Woche“ schreckt ihr vor nichts zurück. Aber eigentlich sind die Tracks doch Kult. Gibt es darauf Feedback, wenn ihr die auch mal im Club spielt?
Wir wagen gar nicht daran zu denken welche Hundertschaft der Polizei nötig wäre um uns aus einem Club freizukämpfen wenn wir dort ein Helge Schneider Hörspiel bringen würden. Live machen wir davon rein garnichts. Die Reaktionen sind von Schocker zu Schocker verschieden aber durchweg positiv. Wir versuchen immer neuen Kult-Müll zu finden der den Hörer belustigt und sein Spektrum erweitert. Das ist nicht ganz einfach aber wir bleiben immer am Ball.
Euer letzte Produktion war eine House/Electro Version von Totos „Africa“. Was hat euch inspiriert einen 80s-Klassiker zu Covern? An eurer modischen Vorliebe für Zebras liegt es nicht, oder?
Das war ganz einfach. Der eine Typ vom Label hat sich einen schönen Abend mit unseren Fotos gemacht und rief uns am nächsten Tag ganz verliebt an. Er schlug eine Toto-Remixnummer vor. Da wir nur Lotto kennen und spielen, nickten wir lieber mal unwissend ab. Es konnte ja nur gut werden. Als wir es dann auch mal gehört haben, war die Sache beschlossen. Der Zusammenhang mit der Zebra-Klamotte ist uns wirklich!! erst selber aufgefallen als die Platte gepresst war.
Zuletzt gab es ja den Ritterschlag. Ihr habt eine Kontor „Top of the Clubs” gemixt. Wie kam es dazu und was kommt in Zukunft noch?
Uhh wie böse haben wir das gefeiert, pfui pfui pfui!
Es kommt zunächst eine neue Single, dann die nächste Single und wenn alles gut läuft die erste eigene MixCD auf Kontor Records. Insgeheim ist es für uns dann die 14. CD da wir vorher viel im Untergrund gearbeitet haben und nicht jeder an unseren früheren Werke herankommt. Wir hoffen dass es jetzt so offiziell und legal weitergeht.
Im Januar kommt ihr nach Dresden. Ich erinnere mich gern an das Bowleparty Openair zum Stadtfest, die Stimmung war der Hammer. Habt ihr uns schon lieb gewonnen?
Na logisch, wir sind mit einem Rohr dort rausmarschiert! Bis auf den kurzen Stromausfall war es der absolute Bringer. Ferris hatte noch nie vom Gegröhle der Leute Ohrenpfeifen – bis auf diesen Abend. Wir lieben Die Bowleparty und wir lieben das Terminal. Auch wenn wir uns meistens daneben benehmen – Dresden ist unerreicht! ...und wir reden erstmal nur von den Party’s an die wir uns noch erinnern können.
Was war denn euer verrücktestes Erlebnis auf Party?
Ferris hat sich im Terminal 1 wegen einer Magenverstimmung beim auflegen in die Technik übergeben. Darunter leidet er heute noch. Er lernt es aber auch nicht!
Und Mad Mike hat es mal bei einer Party rückwärts von der Bühne gewedelt ...samt Plattenkisten, Sitzbänken und GoGo’s.
Das vulgärste war aber mal der Michael Ammer. Auf einer Ammer-Party im LivingXXL in Frankfurt stand Michael zwischen uns während wir von Kamerateams gefilmt und interviewed wurden. Da hat der Ammer einen ziehen lassen – vom Feinsten ....und grinst nur ganz kurz während wir mit dem Brechreiz gerungen haben.
Sag uns die berühmten letzten Worte:
Einer geht noch!
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